
Magdalena Schöch: Eine Kindheit, keine Kindheit
Sie erlebte schon als kleines Mädchen einen Betreuungswechsel nach dem anderen. „Ich war ein trauriges Kind ohne Selbstwertgefühl“, denkt Magdalena zurück. Statt Halt und Geborgenheit erlebte sie Gewalt, Missbrauch, Verlust und Demütigung. Einziger Lichtblick in ihrer belastenden Kindheit sei ihre Gotta gewesen. „Sie hat mich in den Ferien und an den Wochenenden zu sich genommen. Mit gutem Essen und Liebe hat sie versucht, mir trotz allem schöne Erlebnisse zu geben und mich aufzumuntern. Auch schulisch hat mich meine Gotta gefördert.“ Zudem spielten für die in Götzis lebende 24-Jährige von klein auf Tiere eine wichtige Rolle. „Tiere gaben mir immer schon Trost und Wärme, die ich so vermisste.“
Erst mit zwölf Jahren sollten weitere Perspektivengeber in ihr Leben treten, bei denen sich Magdalena sicher und angenommen fühlte. „Ich kam in eine Wohngruppe der Paedakoop. Für mich war das eine große Erleichterung“, erinnert sie sich. „Man hat mir Sicherheit, Zuwendung und Vertrauen geschenkt. Bis heute bin ich meiner damaligen Betreuerin Monika und meiner Lehrerin Cornelia sehr dankbar. Ich bin froh, dass ich diese Bezugspersonen hatte und auch immer noch in Kontakt mit ihnen bin.“ Magdalena schaffte durch diese Rückenstärkung den Schulabschluss und fand den Mut, sich ambitionierte Ziele zu stecken.
Die Wunden, die die frühen Traumatisierungen hinterlassen haben, sitzen tief und Magdalena ist es wichtig, diese therapeutisch aufzuarbeiten. „Das mache ich für mich selbst und meine Zukunft.“ Heute spiegeln sich die erlebten positiven Erfahrungen als Jugendliche in ihrer Berufswahl. Als angehende Sozialpädagogin möchte sie weitergeben, was sie in der Paedakoop geprägt hat: Menschlichkeit, Stärke und Wertschätzung.
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Steckbrief Magdalena Schöch
Aufgewachsen in: an verschiedenen Orten in Österreich und Deutschland
Lebt heute in: Götzis
Beruf heute: Sozialpädagogin
Perspektivengeber:innen: Gotta, Betreuungspersonen der Paedakoop
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